Symposium 2010

Wissenschaftliche, vor allem naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse sind zunehmend
Argument in politischen, juristischen, ökonomischen Entscheidungen, in vielfältigen
Lebens- und Handlungszusammenhängen.

In welchem Sinn erfassen sie die Wirklichkeit?
Lassen sich mit ihrer Hilfe Menschenbilder wissenschaftlich fundieren und Normen und
Maßstäbe menschlichen Handelns beurteilen?

Mittwoch, 24.03.2010
 
      13:00 – 13:45    Begrüßung, Grußwort des Rektors Prof. Dr. Thomas Strothotte,
Einführung (Christiane Thim-Mabrey, Deutsche Sprachwissenschaft, Regensburg):
Wissenschaft – Sprache – Wirklichkeit
Zur Methodik der transdisziplinären Kommunikation beim Symposium
(Thim-Mabrey mit Spring-School-Teilnehmern)
 
     Leitung der Diskussionen: Peter Janich (Philosophie, Marburg)
 
     Geladene Diskutanten aus verschiedenen Naturwissenschaften: Hans-Rainer Duncker
(Physiologie und Anatomie, Gießen), Siegfried Scherer (Biologie, München),
Roman Bauer (Physik, Marburg), N.N. (Medizin)

 
     14:00 – 14:45    Alf Zimmer (Psychologie, Regensburg): Wirklichkeit und Wahrnehmung
 
     14:45 – 15:30    Verständnisfragen/Spring-School und Diskussion
 
     15:30 – 16:00    Kaffeepause
 
     16:00 – 16:45    Hans Flohr (Neurowissenschaften, Bremen): Willensfreiheit. Positionen der
Hirnforschung
 
     16:45 – 17:00    Pause
 
     17:00 – 18:00    Verständnisfragen/Spring-School und Diskussion
 
     18:00 – 18:45    Imbiss
 
     18:45 – 19:30    Zwischenfazit – Ausrichtung der weiteren Diskussion auf die leitende Fragestellung:
Erfasst die Wissenschaft die Wirklichkeit? Definiert sie, was Wirklichkeit ist?
Können und sollen wir unser Menschenbild und unsere darauf fußenden
Entscheidungen (im privaten und öffentlichen Leben) an wissenschaftliche
Erkenntnisse binden? Wenn ja, wie sehr? Warum? Wenn nein, warum nicht?
Wissenschaftliche Erkenntnisse – Wirklichkeit – Entscheidungen – Normen?
 
     19:30 – 20:15    Treffen der Spring-School-Teilnehmer (Ch. Thim-Mabrey)


     Donnerstag, 25.03.2010
 
      Vormittag
 
     9:00 – 9:15        Ansagen
 
     9:15 – 10:00      Ulrich Eibach (Evang. Theologie, Bonn): Christliches Verständnis von Freiheit und
die neurowissenschaftliche Infragestellung der Willensfreiheit
 
     10:00 – 10:20    Diskussion Flohr – Eibach
 
     10:20 – 10:45    Kaffeepause
 
     10:45 – 11:30    Verständnisfragen: Springschool u.a., Diskussion (Diskutanten u.a.)
 
     11:30 – 11:45    Pause
 
     11:45 – 12:30    Peter Janich (Philosophie, Marburg): Ein neues Menschenbild?
 
     12:30 – 13:00    Diskussion
 
     13:00 – 14:00    Mittagspause
 
     Nachmittag
 
     14:00 – 14:45    Reinhard Merkel (Rechtswissenschaften, Hamburg): Willensfreiheit,
Neurowissenschaften und rechtliche Schuld
 
     14:45 – 15:30    Diskussion
 
     15:15 – 15:45    Kaffeepause
 
     15:45 – 16:45    Inhaltliche Anknüpfung an den Rahmen des Regensburger Symposiums 2009:
Fragen und kurze Aussprache mit Verständnisfragen zu fünf vorab verschickten
Thesenpapieren (Zusammenfassung zu Vorträgen 2009 und Schlussfolgerungen
im Hinblick auf die Fragestellung 2010): Kurze Aussprache zu Verständnisfragen
a) Menschenbilder und die Zuständigkeit der Disziplinen (Peter Janich, Philosophie,
     Marburg)
b) Wissenschaftsverständnis und seine kulturellen Begrenzungen (Lis Brack-
     Bernsen, Wissenschaftsgeschichte, Regensburg)
c) Konkurrierende naturwissenschaftliche Ansätze und ihre Folgen (Hans-Rainer
     Duncker, Physiologie und Anatomie, Gießen)
d) Wirklichkeitsverständnis und weltbildliche Vorannahmen (Richard McClary,
     Theologie, Kepler Forum Regensburg)
e) Verständliche Texte, verständliches sprachliches Handeln? (Thim-Mabrey)
 

     16:45 – 17:30    Zwischenfazit mit Diskussion
 
     17:30 – 18:15    Imbiss
 
     18:15 – 19:30    Statements der Vortragenden zu ihrem eigenen Ansatz ethischer Grundlegungen
und dessen Zusammenhang mit dem eigenen wissenschaftlichem Ansatz
Leitung und Kommentar: Sigmund Bonk (Philosophie, Regensburg)
 
     19:30 – 20:15    Wissenschaftliche Aussagen einschätzen / Praktische Analysen f. Spring-School-
Teilnehmer (Ch. Thim-Mabrey)


     Freitag, 26.03.2010
 
      9:00 – 9:15        Einleitung
 
     9:15 – 10:00      Ulrich Kropač (Katholische Theologie, Eichstätt): Wunder: Unaufgeklärte
Restbestände eines modernen Wirklichkeitsverständnisses?
 
     10:05 – 10:50    Klaus Berger (Theologie, Heidelberg): Wunderglaube contra Rationalismus. Von
welcher Wirklichkeit reden wir?
 
     10:50 – 11:20    Diskussion Kropač – Berger
 
     11:20 – 11:30    Kaffeepause
 
     11:30 – 12:00    Verständnisfragen: Springschool u.a. und Diskussion (Diskutanten u.a.)
 
     12:00 – 12:45    Abschlussdiskussion zu der leitenden Fragestellung (Janich):
Können und sollen wir unser Menschenbild und unsere darauf fußenden
Entscheidungen (im privaten und öffentlichen Leben) an wissenschaftliche
Erkenntnisse binden? Wenn ja, wie sehr? Warum? Wenn nein, warum nicht?
Erfasst die Wissenschaft die Wirklichkeit? Definiert sie, was Wirklichkeit ist?
 
     12:45 – 13:00    Schlusswort (Thim-Mabrey)