Mittwoch, 29.03.2017, 13 Uhr – Freitag, 31.03.2017, 13 Uhr

Anmeldeschluss: 20.03.2017

Universität Regensburg  -  H 6 


IX. Regensburger Symposium (Vorläufiges Programm)

Prof. Dr. Christiane Thim-Mabrey, Deutsche Sprachwissenschaft, und Dr. Markus Kattenbeck, Informationswissenschaft, Universität Regensburg


„Warum wissenschaftliche Kommunikation so gut funktioniert. Voraussetzungen, Methoden, Formate einer jahrtausendealten Kommunikation und die Universität der Zukunft“

 

Aufgabenstellung: Die eingeladenen Referenten und Diskutanten aus verschiedenen Wissenschaften arbeiten heraus, worin die Leistungsfähigkeit der wissenschaftlichen Kommunikation lag und liegt, zeit-, raum-, sprach- und kulturübergreifend, und wo ihre Grenzen sind.

 

These: Trotz inner- und außerwissenschaftlicher Kommunikationsstörungen kann die wissenschaftliche Kommunikation in Bezug auf ihre zentralen Kommunikationsaufgaben als Jahrtausende, Sprachräume und Kulturen übergreifend erfolgreich gelten.

 

Frage: Inwieweit könnte sie vorbildhaft für eine zunehmend auf interkulturelle und übernationale Kommunikation angewiesene (Bildungs-)Gesellschaft wirken? Inwieweit kann sie auch für gesellschaftliche Kommunikationen zum Beispiel in multikulturellen Kontexten zukunftsweisend sein, inwieweit nicht?

 

Ziel: Das Symposium soll weitergehende notwendige Forschung initiieren. Voraussetzungen, Methoden, Formate der Kommunikation in den Wissenschaften müssen mit denen in anderen Handlungsfeldern der Gesellschaft verglichen werden: Was lässt sich nicht übertragen, muss aber wissenschaftlich weiter erforscht werden? Welche Möglichkeiten bieten sich für die wissenschaftliche Kommunikation der Universität der Zukunft in Forschung und Lehre?

 

Das Konzept für das Symposium 2017 wurde in einem Vorbereitungsteam erarbeitet:

 

Prof. Dr. Lis Brack-Bernsen/Wissenschaftsgeschichte, UR, Prof. Dr. Matthias Brack/Theoretische Physik, UR, PhDr. Anna-Marie Halasová, Ph.D/ Germanist. Sprachw., Brno (CZ), Dr. Daniela Täuber/Physik, Lund (Schweden), Dr. Alexander Fink/Biophysik, Marburg, Prof. Dr. Rainer Hammwöhner/Informationswiss., UR (im März 2016 verstorben), Dr. Markus Kattenbeck/Informationswiss., URProf. Dr. Christiane Thim-Mabrey, Deutsche Sprachwiss., UR.


Summer School: Eine vorgeschaltete Summer School von und mit Studierenden und Doktoranden („UNI ab 2016 – ein gesellschaftliches Umbruch-Thema in einer Umbruchgesellschaft, UR, 24./25. Juni & 27./28. Juli 2016) hat sich bereits in einem internationalen transdisziplinären (natur- und geisteswissenschaftlichen) Dozententeam anhand von Expertenvorträgen (siehe www.Regensburger-Symposium.de )mit der Universität der Zukunft („ab 2016“) befasst und für das Symposium Impulstexte zu diesem Thema erarbeitet. Damit wurde die Nachwuchsgeneration und ihre Wahrnehmung der Universität mit einbezogen.

 

 

Mittwoch, 29.03.2017

 

 

13:00 – 13:30      Begrüßung

                          Grußwort des Präsidenten der Universität Regensburg, Prof. Dr. Udo Hebel

 

 

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Christiane Thim-Mabrey, Deutsche Sprachwiss., UR

 

13:30 – 14:15      1. Meta-Vortrag: Kommunikation und Kulturen der Kommunikation - wissenschaftliche Kommunikationskultur(en)?
(Dr. Corinna Lüthje, Rostock, Kommunikation und Medien/ Wissenschaft und Kultur)

 

                            Was ist und was umfasst Kommunikation in verschiedenen Formen und Kommunikationssystemen allgemein? Bedingungen erfolgreichen Kommunizierens allgemein? Kommunikationsprobleme und Ursachen dafür? Warum gibt es so viele Kommunikationstrainer in professionellen und privaten Kontexten? Anforderungen und Besonderheiten in der Wissen(schaft)skommunikation? Interne und externe Wissenschaftskommunikation?

 

14:15 – 14:45       allgemeine Diskussion, auch zu der Themenleitfrage

 

Kaffeepause


Block I: Warum ist wissenschaftliche Kommunikation so erfolgreich?
Fragestellungen und Aspekte in diesem Block:

 

 

 

                                Wann ist aus der Sicht einzelner Wissenschaften eine wissenschaftliche Kommunikation erfolgreich? Welche Voraussetzungen bei den Kommunikationspartnern lassen die Kommunikation gelingen? Welche innerfachlichen Voraussetzungen, z.B. formale Sprachen, lassen die Kommunikation gelingen?
Wo wird wissenschaftliche Kommunikation schwierig und warum?
Ist sie dennoch möglich (Beispiele)? Wieweit, wieweit nicht (Abstriche)? Ist das bei manchen Fächern leichter/schwieriger als bei anderen? Inwiefern?
Beispiele nicht erfolgreicher wissenschaftlicher Kommunikation im Fach: Lehrmeinungen, Weltbilder, Weltanschauungen, zeitgebundene Erkenntnisgrenzen als Hindernisse? Wissenschaftliche Kommunikation war in der Geschichte von Wissenschaften auch mehrfach nicht erfolgreich. Dafür gab es folgende Ursachen …
Wie kann im wissenschaftlichen Disput Nicht-Verstehen-Können von Nicht-Verstehen-„Wollen“ unterschieden werden? Wie erfolgreich ist die Gleichung „weite Verbreitung = weitestgehende Akzeptanz = weitestgehende Richtigkeit“?

 

 

15:00 – 15:45      2. Meta-Vortrag: Im Fall der Biologie (Prof. Dr. Arne Dittmer, Regensburg, Biologie)


 

15:45 – 16:05      Diskutant: Dr. Alexander Fink, Biophysik

 


16:05 – 16:45      allgemeine Diskussion

 


Kaffeepause

 


17:15 – 18:15      3. Meta-Vortrag/Doppelvortrag: Aus wissenschaftshistorischer Sicht:
a) Im Fall der Physik: „Wissenschaft entsteht im Gespräch“. (An Rettig, M.A., Autorin, Wissenschaftsgeschichte, Berlin):
Über die besondere Kommunikationsform der modernen Physiker in den Goldenen Zwanzigern (Bohr, Einstein, Heisenberg, Pauli) – im Gegensatz zur Kommunikationsform ihrer Nachfolger in den USA



b) Im Fall der antiken Mathematik und Astronomie (Prof. Dr. Lis Brack-Bernsen, Wissenschaftsgeschichte, Regensburg)


                            Wie kann man eine babylonische Rechenaufgabe analysieren und so deuten, dass die Deutung sehr nahe an der damaligen Begriffs-, Methoden- und Rechenwelt liegt? Wie können heutige Forscher babylonische astronomische Texte deuten und auch erforschen, wie diese frühe Astronomie entstanden ist? Kurze Hinweise darauf, wie das astronomische Wissen der Babylonier an andere Kulturen weitergeleitet und transformiert wurde.

 


18:15 – 18:35      Diskutantin: Prof. Dr. Edith Feistner, Ältere deutsche Literatur, Regensburg
Themenfokus: Alte Texte im Rahmen von Literaturen und Gesellschaft analysieren und verstehen


18:35 – 18:55      allgemeine Diskussion


 

Imbiss


 


Donnerstag, 30.03.2017

 


09:00 – 09:15      Einleitung

 


09:15 – 10:00      4. Meta-Vortrag: Im Fall der Theologie: Wissenschaftskulturen im Dialog und der Umgang mit biblischen Texten (N.N., Theologie)

 


10:00 – 10:20      Diskutant: Reinhard Bingener, Hannover, FAZ-Redakteur (Evangelische Theologie)
Themenfokus: (Unterschiedliche?) Kulturen des Umgangs mit kirchlichen bzw. kirchenrelevanten Texten in den (beiden) Kirchen, national und international

                             


10:20 – 10:45      allgemeine Diskussion


Kaffeepause

 

11:00 – 11:45      5. Meta-Vortrag: Im Fall der Ingenieurwissenschaft: Kommunikation und Kommunikationsdefizite aus informationstheoretischer Sicht (Prof. Dr. Werner Rupprecht, Elektro- und Informationstechnik/Nachrichtentechnik, Kaiserslautern)


11:45 – 12:05      Diskutant: Dr. Markus Kattenbeck, Informationswissenschaft, UR

 


12:05 – 12:30      allgemeine Diskussion

 


12:30 – 13:30      Mittagsimbiss und Pause


 


Diskussionsleitung:


 

13:30 – 14:15      6. Meta-Vortrag: Im Fall der Philosophie: Philosophische Texte im Original und in verschiedenen Übersetzungen in ein und derselben Sprache und in verschiedenen Sprachen (Prof. Dr. Stephan Grotz, Linz, Philosophie)


 

14:15 – 14:35      Diskutant: Prof. Dr. Matthias Brack, Theoretische Physik, UR

 


14:35 – 15:00      allgemeine Diskussion

 


Kaffeepause

 

Diskussionsleitung: Dr. Markus Kattenbeck

 

Block II: (Deutsche) Universität der Zukunft – grenzenlos offen möglich?

Fragestellungen und Aspekte in diesem Block:

  

                                Wissenschaftliche Kommunikation erweist sich an der deutschen Universität heute in manchen Fächern als stark integrationsfähig, weil …, in anderen Fächern weniger, weil …Manche Fächer sind sowohl „outgoing“ als auch „incoming“ international äußerst offen, sowohl in der Forschung als auch in der Lehre. Was sind die Voraussetzungen, die hier die wissenschaftliche Kommunikation so erfolgreich machen? Bei anderen Fächern ist es entweder mit dem „outgoing“ oder mit dem „incoming“ problematischer. Was sind die Gründe, die hier die wissenschaftliche Kommunikation schwierig machen? Gibt es in diesen Wissenschaften den Wunsch und die Notwendigkeit, diese Schwierigkeiten zu überwinden? Wenn ja, was sind Wege? Wenn nein, warum nicht?

 


15:15 – 16:00      1. Thesen-Vortrag: Wie international anschlussfähig ist die wissenschaftliche Kommunikation? Das Beispiel der bildungswissenschaftlichen Anteile in der Lehrerbildung an der deutschen Universität heute (Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine, Erlangen, Diversity Education und internationale Bildungsforschung)

 


16:00 – 16:20      Diskutantin: PhDr. Anna-Marie Halasová, Ph.D/ Germanist. Sprachw., Brno

                         


16:20 – 16:45      allgemeine Diskussion

 


Kaffeepause

 

17:00 – 17:45      2. Informations-Vortrag: International studieren – Erfahrungen aus der Sicht eines International Office
(Maria Grotz, M.A., International Office, Universität Regensburg)


17:45 – 18:15     allgemeine Diskussion


 

 

Freitag, 31.03.2017

 


09:00 – 10:00      3. Informations-Vortrag/Doppelvortrag: Wo wissenschaftliche Kommunikation schwierig und nicht leicht internationalisierbar ist
a) Wissenschaftssprachliche Kommunikation in deutscher Sprache (
Prof. Dr. Maria Thurmair, Deutsch als Fremdsprachenphilologie, Regensburg)
b) Transdisziplinäre mündliche wissenschaftliche Streitkultur: ein Beispiel erfolgreicher Kommunikation?
(Dr. Lisa Rhein, Germanistische Linguistik, Darmstadt)


 

10.00 – 10.30      Allgemeine Diskussion

 

 

Kaffeepause

 


10:45 – 11:30      4. Informations-Vortrag: Universität der Zukunft? Digital und international offen. Kiron Open Higher Education (World-Class Education For Refugees) und andere Konzepte (Florian Rampelt, M.Ed., Bildungswissenschaft, Berlin)


 

11:30 – 12:00      Allgemeine Diskussion zur Themenleitfrage

 

 

12:00 – 12.30      Schlusswort

 


Abschlussempfang


 


Ende 13 h