Jedes einzelne Regensburger Symposium, wie auch die gesamte Reihe von geplanten zehn Symposien (ab 2008), dient einem wissenschaftlichen Diskurs über Themenbereiche aus der Wissenschaft, die

➠ eine gewisse Tragweite in gesellschaftlichen Entscheidungen haben

➠direkt oder indirekt mit Weltanschauungen und Menschenbildern verbunden sind

➠in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. 

 

In dem Diskurs wird die Aufmerksamkeit auf folgende Fragen gerichtet:

➠Wie werden Grundkategorien des Wissenschaftsverständnisses (z.B. Rationalität) in den verschiedenen Wissenschaften verstanden?

➠Wo fließen in das Vorgehen der Wissenschaften weltanschauliche Vorannahmen stillschweigend oder explizit, bewusst oder unbewusst mit ein?

➠Wo fließen solche Annahmen auf Seiten der Rezipienten von Forschungsergebnissen mit ein?

 

Ferner wird an der Schnittstelle von Wissenschaft und gesellschaftlichen Entscheidungen gefragt:

➠Ist eine gesellschaftliche Argumentation, obwohl sie sich auf eine Wissenschaft stützt, in einer Weise reduktionistisch, die nicht aus der Logik der betreffenden Wissenschaft resultiert?

➠Fördert eine wissenschaftliche Argumentation, ohne dass sie selbst ethische Gründe liefern kann, ein in ethischer Hinsicht reduktionistisches Menschen- und Weltbild?

 

Geachtet wird auf eine stark transdisziplinäre Zusammensetzung der Vortragenden und Diskutierenden sowie auf unterschiedliche weltanschauliche Positionen der Teilnehmenden.

 

Traditionell wird bei den Regensburger Symposien der weltanschauliche Aspekt der behandelten Fragestellungen ausgehend von einer christlich-theologischen Sicht thematisiert. Bewusst werden aber systematisch Vertreter anderer Anschauungen zu Wort gebeten. Damit ergibt sich ein differenzierender Ansatz – sowohl disziplinär als auch weltanschaulich – durch die Breite der vertretenen Sichtweisen bei Vortragenden und Diskutierenden.